Um durchschnittlich 1,9 Prozent

VRR-Tickets werden teurer

3. Dezember 2017, 04:39 Uhr

Zum 1. Januar 2018 werden die Ticketpreise im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) um durchschnittlich 1,9 Prozent angehoben. Der Verbund spricht von einer moderaten Preisanhebung.

Kreis Mettmann -

Diese bereits im Sommer 2017 durch den VRR-Verwaltungsrat beschlossene Preisanpassung hat eine Laufzeit von zwölf Monaten.

"Mit attraktiven neuen Ticketprodukten, strukturellen Maßnahmen und einer moderaten Preisanhebung startet der VRR ins Tarifjahr 2018", schreibt der VRR.

Mit den zahlreichen Maßnahmen zur Weiterentwicklung bei den Ticketangeboten und den strukturellen Anpassungen in der Tarifstruktur arbeite der VRR weiterhin an einer Vereinfachung seines Tarifsystems.

Aufgrund der Preisanhebung werden die Kunden gebeten, ihre im Jahr 2017 erworbenen Bartickets entweder bis zum 31. März 2018 abzufahren oder bis zum 31. Dezember 2020 in den Kunden-Centern der Verkehrsunternehmen gegen Tickets mit neuem Preisstand umzutauschen.

Die wichtigsten Änderungen auf einen Blick:

Young-Ticket-Plus: Ab 2018 gilt für die gewerblichen und kaufmännischen Auszubildenden der Region ein ähnliches Angebot wie beim Schoko-Ticket. Ab Januar ist das Ticket stets verbundweit gültig und wird für Abonnenten künftig zum Preis von 59,95 Euro angeboten. Das inhaltsgleiche Monatsticket kostet 69,95 Euro.

Preisstufe C: Ab 2018 tritt eine deutliche Vereinfachung der Preisstufe C in Kraft. Die aktuell 172 Gültigkeitsbereiche werden in 19 Regionen zusammengefasst und bieten den Kunden großflächigere Räume.

Von der neuen Anpassung profitieren alle Inhaber eines Tickets in der Preisstufe C. Denn durch den wesentlich größeren Geltungsbereich brauchen sie in vielen Relationen kein Zusatz-Ticket mehr, um in Städte oder Gemeinden zu fahren, die außerhalb ihres bisherigen Geltungsbereichs lagen. Für einige Kunden, die heute ein verbundweit gültiges Ticket in der Preisstufe D besitzen, ergibt sich zudem die Möglichkeit, in die preislich günstigere Preisstufe C zu wechseln.

24/48-Stunden-Tickets: Mit der Umgestaltung des Tages-Tickets reagiert der VRR auf die sich verändernden Bedürfnisse der Kunden und die zunehmende touristische Bedeutung der Region Rhein-Ruhr.

Ab dem kommenden Jahr ist das Tages-Ticket nach der Entwertung 24 Stunden gültig. Eine weitere Neuerung in der Tariflandschaft ist ein Ticket mit einer Gültigkeit von 48 Stunden ab Entwertung, das gerade für Touristen attraktiv ist. Es entspricht dem Reiseverhalten der Fahrgäste, die an Wochenenden in der Metropole Rhein-Ruhr unterwegs sind.

Die neuen Preise sind bereits in der App des Verkehrsverbundes und der Verkehrsunternehmen aufgenommen. Neu in der Verbund App ist die Kaufmöglichkeit von Pauschaltickets des NRW-Tarifs. Zudem hat der VRR die Auffindbarkeit der Datums- bzw. Uhrzeiteingabe für Fahrtauskünfte und die Auffindbarkeit des Abfahrtsmonitors verbessert. Diese sind auf der Startseite der Apps durch Symbole deutlicher zu erkennen.

Alle mit Preisstand 2017 gekauften Einzel, 4er-, Tages- oder Zusatz-Tickets sind noch drei Monate gültig und können für Fahrten mit Bus und Bahn im jeweiligen Geltungsbereich genutzt werden.

Zudem können Nahverkehrskunden diese alten Tickets bis zum 31. Dezember 2020 in allen Kunden-Centern und bei einigen Vertriebspartnern gegen Tickets mit dem neuen Preisstand eintauschen. Sie zahlen lediglich die Differenz zwischen altem und neuem Preis.

Reguläre Monatskarten für Dezember 2017 sowie dazugehörige Aufpreise, beispielsweise für die 1. Klasse, gelten bis zum Betriebsschluss des 2. Januar 2018.

Monatskarten für Januar 2018 inklusive der Aufpreise werden nur noch zum neuen Preisstand vom 1. Januar 2018 ausgegeben. Mit Preisstand 2017 gekaufte 7-TageTickets und 30-Tage-Tickets gelten unabhängig vom Jahreswechsel für die angegebene Zeit.

 

Alle Informationen zum VRR-Tarif 2018 unter http://www.vrr.de/de/service/aktuelles/archiv/01259/index.htms

 

 

 

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