30 Millionen Euro für internationales Forschungsprojekt

Ausbreitung nach Europa

10. Juli 2017, 10:23 Uhr

Seit 2009 erforschen rund 70 Wissenschaftler der Universitäten Köln, Bonn und Aachen sowie des Neanderthal-Museums in Mettmann die Ausbreitung des modernen Menschen aus Afrika nach Europa.

Forschungsarbeiten in Malaga

Forschungsarbeiten in Malaga

Foto: © Neanderthal-Museum
Mettmann -

Der sogenannte Sonderforschungsbereich 806 „Our Way to Europe“ geht nun die letzte Phase. Mit einer Förderung von über 30 Millionen Euro ist das Forschungsprojekt aktuell eines der größten weltweit zur Ausbreitung des Homo Sapiens. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat jetzt die dritte und letzte Phase des Projektes bis 2021 bewilligt. 

Das Neanderthal-Museum koordiniert unter der Leitung von Museumsdirektor Prof. Dr. Gerd-Christian Weniger die Projekte im Westlichen Mittelmeergebiet auf beiden Seiten der Straße von Gibraltar.

„Durch die neuen Datierungen in Jebel Irhoud werden unsere Ausgrabungen in Marokko und Südspanien für die weitere Forschung enorm wichtig“, erläutert Weniger. „Wir haben jetzt vier Jahre lang Zeit, der noch ungeklärten Frage nach den Kontakten zwischen modernen Menschen und den Neandertalern über die Straße von Gibraltar nachzugehen.“

Auch die aktuelle Sonderausstellung „2 Millionen Jahre Migration“ im Museum wurde durch den Sonderforschungsbereich 806 finanziert.

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