Sparkasse Hilden, Ratingen, Velbert zieht Bilanz für 2016

Fast keine Zinsen, aber höhere Einlagen

14. Februar 2017, 13:27 Uhr

Obwohl es fast keine Zinsen gibt, geben die Menschen ihr Geld zur Sparkasse. Das berichtet die Sparkasse Hilden, Ratingen, Velbert (HRV), nachdem die Bilanz für das vergangene Jahr vorliegt.

Haben die Jahresbilanz 2016 vorgestellt: Josef Stopfer, Jörg Buschmann, Wolfgang Busch.

Foto: Mathias Kehren
Velbert -

"Die Anleger schenken uns ihr Vertrauen, obwohl es kaum noch Zinsen gibt", zeigt sich Jörg Buschmann erfreut. Hinter diesem Vertrauen steht aus Sicht des Vorstandsvorsitzenden der HRV der Wunsch der Kunden nach Sicherheit.

Die Einlagen sind in 2016 noch einmal um 2,2 Prozent oder 56,7 Millionen Euro gewachsen. Zum Jahresende hatte die Sparkasse einen Bestand an Einlagen von rund 2,6 Milliarden Euro.

Dem Wunsch nach einer sicheren Geldanlage folgt auch eine andere Entwicklung: der Zuwachs bei den Sparkassenbüchern. Die Kunden der HRV haben 2016 rund 56,9 Millionen Euro mehr als im Vorjahr aufs Sparbuch gelegt. Dort befanden sich damit zum Stichtag 31. Dezember 351 Millionen Euro. Mehr als 126.000 Sparbücher gibt es bei der Sparkasse in Hilden, Ratingen und Velbert.

Die Phase der niedrigsten Zinsen trifft nicht nur die Kunden des Instituts, sondern die Sparkasse selbst. Sie legt ihr Geld wiederum bei der Landesband, der Bundesbank oder der Europäischen Zentralbank an. Und muss inzwischen dafür Strafzinsen von bis zu 0,4 Prozent zahlen.

"Das geht nicht spurlos an uns vorbei", sagt Vorstandsvorsitzender Jörg Buschmann. "Unsere Wirtschaftlichkeit sinkt."

Mit der aktuellen Geschäftsentwicklung ist die HRV allerdings durchaus zufrieden. Buschmann: "Wir sind in allen wesentlichen Bereichen gewachsen." Das gelte vor allem auch wieder für das Kreditgeschäft, das zwar nicht auf den Rekord-Zuwachs des Vorjahres komme, mit 4,1 Prozent aber eine beachtliche Steigerung zu verzeichnen habe. Mehr als 309 Millionen Euro an Krediten wurden auf den Markt gegeben.

Die Bilanzsumme der HRV liegt bei 3,3 Milliarden Euro, der Jahresüberschuss bei 4,7 Millionen. Davon wird die Sparkasse - die Zustimmung der Gremien vorausgesetzt - 2 Millionen an die Träger, die Städte Hilden, Ratingen und Velbert ausschütten. 2,7 Millionen Euro wandern in die Rücklage.

Heute hat die HRV nach Angaben des Vorstands eine Eigenkapitalquote von 18 Prozent. "Die Eigenkapitalforderung der Zukunft erfüllen wir heute schon", sagt Buschmann mit Blick auf anstehende Mindestquoten.

Der Boom beim Online-Banking hält an: Fast 60 Prozent der Konten der HRV sind heute dafür freigeschaltet. An der Zahl von 27 Filialen, davon zehn SB-Filialen soll sich im Laufe des Jahres nichts ändern. Im vergangenen Jahr waren sechs Filialen auf Selbstbedienung umgestellt worden.

"Als Sparkasse folgen wir dem Verhalten unserer Kunden", sagt Buschmann. Das heißt: Bei den digitalen Angeboten immer auf dem neusten Stand sein, aber auch Ansprechpartner mit der Filiale in der Nähe bleiben.

Die vollständige Mitteilung der HRV finden Sie unter: www.supertipp-online.de/nachrichten/detail/anzeigen/gut-im-geschaeft-12194/

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